Wie wirkt sich der Elektroantrieb auf Auto-Zulieferer der Gießereibranche aus? Tagung am 22.9.09



 
Ergebnisse von der Gießereikonferenz vom 22.9.2009 in Lahnstein

Die Auswirkungen könnten ggf. bei einer stärkeren Durchsetzung eines reinen Elektromotors sehr gravierend sein: "Dann gehen bei uns komplett die Lichter aus!", umschrieb ein Betriebsrat das  schlimmste denkbare Szenario. Es wurde deutlich, dass die Betriebe mit dem Thema bislang sehr unterschiedlich umgehen. Viele sind derzeit aber vor allem noch mit den Krisenwirkungen beschäftigt. Kein Wunder: die Situation ist größtenteils schlimm, gerade Zulieferer für die LKW-Industrie ist die Situation äußerst dramatisch. Nur die Betriebe, die Teile für die kleinen Automodelle liefern (z.B. Turbolader), haben von der Abwrackprämie profitiert.

Gleichwohl gibt es immer Betriebe, die auch in der Krise sehr besonnen reagieren und das macht auch die betriebsräte ein Stück gelassener. So schilderten manche Betriebsräte, dass sie sich für die Zukunft gut gewappnet sehen, weil das Unternehmen die richtigen Maßnahmen in der Krise ergriffen habe: "Wir haben unsere Kommunikationswege Richtung Kunden erweitert. Wir reden jetzt mehr mit ihnen über zukünftige Entwicklungen und was wir gemeinsam machen können. Das schließt auch die Frage ein, was wir zum Elektromotor betragen könnten".

Generell aber gilt: der Elektroantrieb kann sich sehr negativ in der Branche auswirken. Und auch wenn derzeit nicht absehbar ist, ob und wann eine vollständige Substitution des Verbrennungsmotors tatsächlich einsetzt, so ist doch klar, dass schon sehr bald auch nur die teilweise Einführung zu einem erhöhten Konkurrenz-Druck in der Branche  führen wird.

Aus diesem Grund lohnt es sich für Betriebsräte, sich schon jetzt mit dem Thema auseinander zu setzen. Auch hier gilt: Je früher desto besser um negative Auswirkungen auf die Beschäftigten zu verhindern.

Die IG Metall bietet dazu Betriebsräten die Möglichkeit, sich z.B. im Rahmen eines betrieblichen Workshops mal direkt auseinander zu setzen.

Dazu bitte melden bei:

  • Wolfgang Nettelstroth, IG Metall Bezirk NRW - Tel.: 0211-45484.127
  • Holger Lorek, IG Metall Zweigbüro Stahl - Tel.: 0211- 96503.110

 

 

 

Download: Sustain_Consult__Gießereikonferenz_2009-09-22

 



 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


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