"Wir haben die Krise in der Bergbautechnik gemeistert - wir haben ein neues Standbein geschaffen"



Windkraft bringt Eickhoff Aufwind und neue Arbeitsplätze
 

Der Wind der Veränderung

Schon früh dämmerte es Betriebsrat und Geschäftsführung beim Bergbauzulieferer Eickhoff, dass der Bergbau ausschließlich das Unternehmen nicht ewig würde ernähren können. Eickhoff stellte früher im Wesentlichen Abbaumaschinen für den Bergbau her. „Wir haben die Krise in der Bergbautechnik gemeistert, indem wir uns ein neues Standbein geschaffen haben“, erläutert Betriebsratsvorsitzender Heinrich Denniger.

Und dieses neue Standbein heißt Windkraft. Eickhoff produziert Getriebe für Windkraftanlagen. Begonnen hat der Umstieg schon Anfang der 90-er, doch so richtig boomt dieser zukunftsträchtige Markt erst seit einigen Jahren. Heute macht das Windkraftgeschäft bereits fast die Hälfte des Umsatzes aus. Insgesamt hat das Auslandsgeschäft an Bedeutung gewonnen, im angestammten Geschäft mit Abbaumaschinen wie auch im neuen Feld der Windkraft. Weit mehr als 50 Prozent des Umsatzes macht Eickhoff mit dem Export.

Bessere Abläufe, bessere Produkte, bessere Arbeitsbedingungen

Das Unternehmen hat bei der Umstellung konsequent auf eigene Stärken gesetzt. Schon früher stellte das Unternehmen Getriebe her. Damals ausschließlich für den Bergbau und als Spezialanfertigungen. „Das Getriebegeschäft ausbauen – das passte einfach ins Konzept“, sagt Denniger.

Der Betriebsrat hat sich bei der Neuausrichtung immer für Verbesserungen in der Produktion stark gemacht. „Wir haben uns nicht verschlossen für Aktivitäten, die den Standort wirtschaftlicher machen“, sagt Denniger. Wir müssen besser werden, hieß das Motto.

Bessere Abläufe, bessere Produkte, bessere Qualität. Aber auch: bessere Arbeitsbedingungen, zum Beispiel durch Arbeits- und Gesundheitsschutz. „Der Betriebsrat hat bei der Neuausrichtung in den Arbeitsgruppen entscheidend mitgearbeitet“, erzählt Denniger.

Unternehmen: Gebr. Eickhoff Bochum

Standort: Bochum

Beschäftigte: ca. 850

Kontakt über

Inger Korflür, Tel.: 0231 -. 981 85 16

 
 



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"Wir wollen beweisen, dass wir besser sein können, wenn man uns lässt."
Andreas Wendland, Flender AG

"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum

"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln


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