Erste Dialogveranstaltung zu Herausforderungen und Risiken der Leuchtenindustrie



 

Bereits im Herbst 2005 hatten die Betriebsräte der Zumtobel Staff GmbH und Trilux Lenze GmbH Bedenken bezüglich einer langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze und Einkommen an den Standorten Lemgo und Arnsberg geäußert. Ein konkurrierendes Unternehmen wollte aus der Tarifbindung ausscheren. Sie befürchteten, dass die Marktpreise kurz- bis mittelfristig sinken würden und so die gesamte Branche unter Druck gerät. Das Projektteam hat daraufhin in zwei Vorgesprächen die Entscheidung getroffen, eine Dialogveranstaltung zum Erfahrungsaustausch zu organisieren, um einen umfassenden Überblick über die Branche zu erhalten.

Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir die Betriebsräte schriftlich zu Trends und Herausforderungen der Branche, sowie nach der Lage in den Betrieben befragt. Die Befragung wurde bundesweit durchgeführt - alle Betriebsräte der Branche wurden auch zur Dialogveranstaltung eingeladen.

Die Diskussion der Befragungsergebnisse ergab vor allem, dass die Produktion von Wohnraumleuchten aus Deutschland nahezu vollständig verschwunden ist und dass seriengefertigten Langfeldleuchten eine ähnliche Entwicklung droht. Ausgewählte weitere Ergebnisse dieser Befragung können von diesem Portal aus heruntergeladen werden.

Zusätzlich zur Befragung wurde im Rahmen des Projektes ein Branchenreport in Auftrag gegeben. Stefan Pfeifer von der Isa Consult GmbH stellte diesen Report vor, woraufhin sich eine angeregte Diskussion entwickelte. Häufig gab es große Unterschiede zwischen der deutschen Branchenentwicklung und der betrieblichen Wirklichkeit, vor allem aus Sicht der Betriebsräte.

Die Branche der Leuchtenhersteller entwickelt sich laut Zahlen des Fachverbandes der ZVEI positiv. Neue Technologien, wie innovative LED-Konzepte oder explosionsgeschützte Leuchten und eine zunehmende Orientierung hin zu komplexen Lichtprojekten im Architekturbereich bestimmen zur Zeit die Marktchancen der Anbieter. Daneben spielen flexible Produktionskonzepte im Bereich der Sonderanfertigung und Kleinserien eine große Rolle. Während die größeren Mittelständler und Weltmarktführer längst weltweit Vertriebsstrukturen aufgebaut haben, bestechen die kleineren Unternehmen durch die Fähigkeit zur schnellen Fertigung von Sonderleuchten und dem Besetzen von Marktnischen, besetzen meist aber eher die westeuropäischen Märkte.

Neben den Informationen, die den Betriebsräten einen Überblick über die eigene Branchenentwicklung gaben war vor allen für die Teilnehmer die neue Möglichkeit des branchenbezogenen Erfahrungsaustausches von zentraler Bedeutung.

 

 Achim Gehrke

 

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 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln

"Wir wollen beweisen, dass wir besser sein können, wenn man uns lässt."
Andreas Wendland, Flender AG

"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum


Mit finanzieller Unterstützung durch den Europäischen Sozialfond und das Land Nordrhein-Westfalen