Uns ist es gelungen, das Vorschlagswesen wieder neu zu beleben



Vorschlagswesen und Innovationsfähigkeit gehören zusammen - auch für den Betriebsrat von Trilux
 

„Unser Vorschlagswesen war total am Boden. Es gab nur sehr wenige Verbesse-rungsvorschläge.“ erinnert sich Erich Bullmann. Dass das so war und gleichzeitig Innovationen im Unternehmen eine wichtige Rolle spielen, passte nicht so recht zusammen. Innovationen oder Verbesserungen im Unternehmen durchzusetzen ist nämlich erklärtes Unternehmensziel. Also hat sich der Betriebsrat auf den Weg gemacht, um erstens die Ursachen dafür zu erkennen, dass so wenige Vorschläge von den Beschäftigten kommen und zweitens Vorschläge und Ideen für eine Belebung des Vorschlagswesens zu finden.

Bei seinen Recherchen stelle der Betriebsrat fest; dass in der Vergangenheit viele Vorschläge schon im Stadium der Prüfung in irgendwelchen Schubladen ver-schwanden und deshalb gar nicht oder erst sehr spät umgesetzt wurden. „Vor-schläge, die aber irgendwo versanden wirken sich negativ auf die Motivation aus, weitere Vorschläge einzureichen.“ stellte der Betriebsrat fest.

„Unsere Kollegen wollen mit Verbesserungsvorschlägen die eigenen Arbeitsabläufe verbessern. Das ist der eigentliche Anreiz für sie Vorschläge einzureichen.“
Dass das Vorschlagswesen nicht gelebt und damit die Innovationsfähigkeit des Unternehmens nicht voll ausgeschöpft wurde, sah auch die Geschäftsleitung. Gemeinsam wurde zunächst die Betriebsvereinbarung zum Vorschlagswesen unter die Lupe genommen und an einigen Punkten ergänzt: Wesentlich war, dass für eingereichte Verbesserungsvorschläge ein stringenter Arbeitsablauf vereinbart wurde. „Dabei haben wir am Anfang allerdings vergessen ein Zeitraster darüber zu legen und zu verabreden. Das haben wir aber mittlerweile geändert“ stellt Erich Bullmann rückblickend fest.

„Jetzt sorgen alle dafür, dass Verbesserungsvorschläge zeitnah begutachtet werden.“
Jeder Verbesserungsvorschlag wird durch einen ausgewählten Mitarbeiter geprüft und begutachtet. In der Regel hat er dafür zwei Wochen Zeit. „Ja, das ist ambitioniert, aber letztendlich zahlt sich die Fristsetzung aus“. Verzögerungen werden zuerst dem Vorgesetzten und danach sogar dem Geschäftsführer angezeigt. Auf diese Weise wird die Wichtigkeit und Dringlichkeit der zeitnahen Prüfung von Verbesserungsvorschlägen noch einmal untermauert.

„Der Betriebsrat entscheidet mit über den Vorschlag und seine Prämiierung."
Das Ergebnis der Prüfung und Begutachtung wird der Verbesserungs- und Vor-schlagskommission vorgelegt, die dann über den Vorschlag und seine Prämierung entscheidet. Die Kommission setzt sich zusammen aus einem Betriebsrat, einem Mitarbeiter der Kalkulation und dem Leiter der Arbeitsvorbereitung. Der Vorteil: Der Kreis ist klein und flexibel. Zur Entscheidung reicht eine einfache Mehrheit.

Birgit Timmer

 

 
 



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"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
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