Finanzinvestoren - Erfahrungen und Handlungsstrategien von Betriebsräten



Dokumenation der Veranstaltung vom 30.04.2009
 

Solider Finanzinvestor oder Heuschrecke? Betroffene Betriebsräte berichten.

Neben soliden Finanzinvestoren existiert die Abart der sog. „Heuschrecke“. Während solide Investoren gekaufte Unternehmen langfristig entwickeln, ist das Geschäftsmodell der in der Impulsveranstaltung dargestellten kurzfristigen Finanzinvestoren („Heuschrecken“) auf schnellen Profit ihrer Fondsmanager und Kapitalgeber angelegt, die hinter den „Fonds“ anonym bleiben. Den Löwenanteil (engl. leverage, d.h. Hebel) der Kaufsumme leihen ihnen Banken, die dafür Extrazinsen nehmen. Nach dem Kauf kommt das Ausplündern: Geld wird auf „brutalst mögliche“ Art herausgezogen.

Die betroffenen Betriebsräte berichten über die Missachtung des Grundgesetzes (Art.14, Abs.2: Sozialpflichtigkeit des Eigentums) und der Betriebsverfassung. Die Wirtschaftskrise trifft die Opferbetriebe besonders: Finanzielle und andere Reserven sind weg, die Kreditwürdigkeit ist niedrig (z.B. weil Eigenkapital abgezogen wurde) und Banken tun sich jetzt schwer mit Krediten.

Die Impulsveranstaltung zeigte typische „Schadensverläufe“ aber auch gelungene Bewältigungsstrategien für Betriebsräte. Besser-statt-billiger-Elemente bekommen sie erfolgreich umgesetzt, wenn sie frühzeitig - möglichst schon im Vorfeld der Übernahme - aktiv werden.

Kontakt:

Viktor Steinberger, Tel.: 0211 - 19 93 10-13

Den Auftakt zu der Veranstaltung bildete die Befragung von Betriebsräten aus finanzinvestorgeführten Unternehmen. Hier die Ergebnisse der Befragung zum herunterladen:

 

Download: Befragungsergebnisse

 



 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


"Wir wollen beweisen, dass wir besser sein können, wenn man uns lässt."
Andreas Wendland, Flender AG

"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln

"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum


Mit finanzieller Unterstützung durch den Europäischen Sozialfond und das Land Nordrhein-Westfalen