"Standorte fair vergleichen" für die Betriebsräte der Lampen und Leuchtenindustrie



 
Wie betriebliche Interessenvertretungen plausible Konzepte zum fairen Standortvergleich und zur Standortentwicklung entwerfen können, welcher Handlungshilfen es dabei bedarf und welche Schritte von wem zu unternehmen sind, wurde in dem Werkstattgespräch vom 28. bis 30.06.2009 in Sprockhövel analysiert.

Im Mittelpunkt stand das Erarbeiten guter Gegenargumente und Vorschläge durch die Betriebsräte im Konflikt um sichere Arbeitsplätze und Einkommen, so dass es möglich ist, die Risiken von Verlegungen und die Vorteile eines Verbleibens am Standort aufzuzeigen. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, im Schwerpunkt jedoch aus Nordrhein Westfalen. Es konnte an Ergebnisse aus dem Vorläuferprojekt „Arbeit durch Innovation“ angeschlossen werden. Betriebsrätebefragungen, ein Branchenreport und ein gemeinsamer Besuch der Licht-Fachmesse hatten in der Vergangenheit schon eine anspruchsvolle Diskussion ermöglicht. Ein Ergebnis war die Erkenntnis, dass die Lampen- und die Leuchtenbranche zusehends technologisch zusammenwachsen, was sich auch in verändernden Konzernstrukturen und Unternehmensgruppen zeigt.

Im Projekt „besser: Zukunft“ hatte das zur Folge, dass wir erstmals auch die Betriebsräte der Lampenbranche zum Werkstattgespräch einluden zu einem Thema, das sich die Betriebsräte selbst ausgesucht hatten. Da sie unter ständigem Verlagerungsdruck von Fertigungslinien in das östliche Ausland stehen, wurden im Rahmen des Werkstattgesprächs Inhalte aus der Betriebsrats-Handlungshilfe „Standorte fair vergleichen“ vermittelt. Ergänzend und vertiefend wurden die vorgestellten Methoden bezogen auf einzelne betriebliche Fragestellungen gespiegelt und angewendet. Am Ende wurde ein nächstes Branchentreffen gemeinsam geplant.

Es soll wieder im Rahmen der Fachmesse „Light & Building“ stattfinden, so dass die Betriebsräte gemeinsam technologische und wirtschaftliche Branchentrends diskutieren können. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollten dann auch die Ergebnisse einer Branchenstudie sowie einer Betriebsrätebefragung vorgestellt und diskutiert werden, die im Frühjahr 2010 erstellt bzw. durchgeführt werden.

Achim Gehrke

achim.gehrke@igmetall.de

0172-7224313

 

 
 



 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum

"Wir wollen beweisen, dass wir besser sein können, wenn man uns lässt."
Andreas Wendland, Flender AG

"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln


Mit finanzieller Unterstützung durch den Europäischen Sozialfond und das Land Nordrhein-Westfalen