Schmiedeindustrie auf der Suche nach neuen Abnehmern



Werkstattgespräch im Juni 2009
 

Die Schmieden – und hier in besonderem Maße die Gesenkschmieden – sind in hohem Maße abhängig vom Kunden Fahrzeugbau. Eine besondere Bedeutung haben dabei Kunden aus dem Bereich der PKW-Produktion. Insofern ist die Schmiedebranche gegenwärtig in hohem Maße von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen und hat mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, die noch die der Automobilbranche übertreffen.

Zusätzlich zu diesen konjunkturellen Problemen zeichnet sich jedoch ein struktureller Umbruch ab, der die Branche noch härter treffen könnte. Mit der mittelfristigen Durchsetzung des Elektromotors als Antriebskonzept könnten große Teile der Produkte von Gesenkschmieden überflüssig werden – dies gilt z.B. für Kurbelwellen, Pleuel, Kolben oder auch Getriebeteile.

Vor diesem Hintergrund ist es möglich, dass sich die Branche in erheblichem Umfang auf die Suche nach neuen Kunden bzw. Produkten begeben muss und bestehende Abnehmer außerhalb des PKW-Bereichs stabilisiert werden müssen. Bisher sind nur sehr wenige Aktivitäten der Schmiedebranche zu erkennen – Betriebsräte beginnen jetzt aber, die notwendigen Fragen zu stellen, Zukunftskonzepte einzufordern und diese auf ihre Tragfähigkeit zu überprüfen.

Kontakt:

Inger Korflür, Tel.: 0231 - 981 285-16

Torsten Sundmacher, Tel.: 0231 - 981 285-10

 
 



 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum

"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln

"Wir wollen beweisen, dass wir besser sein können, wenn man uns lässt."
Andreas Wendland, Flender AG


Mit finanzieller Unterstützung durch den Europäischen Sozialfond und das Land Nordrhein-Westfalen