Psychische Belastungen im Arbeitsalltag – erkennen und beurteilen



Werkstattgespräche fanden im April und Mai 2010 in Sprockhövel statt
 
Die psychischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind in den letzten Jahren dramatisch angewachsen, das bestätigten auch die teilnehmenden Betriebsräte und Gewerkschafter/innen. Ursachen hierfür sind der permanente Veränderungsdruck in den Unternehmen, betriebliche Reorganisation, Weitergabe des Kostendrucks an die Beschäftigten, ständige Erreichbarkeit der Beschäftigten, Angst um den Arbeitsplatz.

Der Erfahrungsaustausch über die Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes zu den psychischen Belastungen zeigt: Zwar werden in fast allen Betrieben die Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz ermittelt und analysiert (Arbeitsschutzgesetzt § 5). Allerdings werden nicht immer daraus abgeleitet geeignete Strategien und Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, die diese arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren minimieren oder verhindern sollen. Und das gilt ganz besonders für Maßnahmen zur Senkung der psychischen Belastungen.

An Hand von betrieblichen Beispielen wurden die einzelnen Erfahrungen transparent gemacht und unterschiedliche Strategien ausgetauscht, die hilfreich sind bei der Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes. Gemeinsam wurden die Probleme und Hindernisse bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung zu den psychischen Belastungen erörter und Hilfestellungen zur betrieblichen Umsetzung erarbeitet.

Alle waren sich einig: Psychische Belastungen müssen endlich in den Betrieben wahr- und ernst genommen werden. Gerade vor dem Hintergrund der alternden Belegschaft gewinnt die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Reduzierung oder gar Vermeidung von Belastungen an Bedeutung.

Weitere Informationen:

Petra Beil (0211 – 45484147)
 
 



 • Handlungshilfe "Produktionssysteme mit Alternativen"
 • Präsentation "Burn out – früh löschen"
 • Betriebsräte Beteiligungscheck - Gemeinsam mehr erreichen
 • Handlungshilfe "Finanzinvestoren entzaubern"
 • Unternehmensberatung von KMU aus gewerkschaftlicher Sicht
 • Erfahrungsaustausch in der Schalterindustrie
 • Standards einer "besser - Beratung"


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Andreas Wendland, Flender AG

"Für uns sind zwei Dinge entscheidend gewesen: Als Bergbauzulieferer auch auf neue Märkte zu kommen und einen permanenten Verbesserungsprozess in Gang zu halten"
Heinrich Denniger, Eickhoff Bochum

"Ein Stopp-Signal des Betriebsrates ist die Basis für unseren heutigen Erfolg. Wir haben nach anderen Lösungen gesucht als Arbeitszeitverlängerungen"
Werner Scherer, Deutz AG in Köln


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